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Klimaschutzgesetze in Niedersachsen – Zusammenfassung

15. März 2026 durch
Ludger Alberding

Klimaschutzgesetze in Niedersachsen – Zusammenfassung

Die Klimapolitik in Niedersachsen basiert auf verschiedenen gesetzlichen Regelungen auf EU-, Bundes- und Landesebene. Ziel dieser Gesetze ist es, Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren, erneuerbare Energien auszubauen und langfristig eine klimaneutrale Wirtschaft zu erreichen.

Niedersächsisches Klimagesetz (NKlimaG)

Das zentrale Gesetz für den Klimaschutz in Niedersachsen ist das Niedersächsische Klimagesetz (NKlimaG). Es verpflichtet das Land, einen wirksamen Beitrag zu den internationalen, europäischen und nationalen Klimaschutzzielen zu leisten und gleichzeitig Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel umzusetzen. (VORIS)

Klimaziele des Landes Niedersachsen

Das Gesetz legt konkrete Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen fest:

  • 2030: Reduktion der Emissionen um 75 % gegenüber 1990

  • 2035: Reduktion um 90 %

  • 2040: Klimaneutralität des Landes Niedersachsen (klimaschutz-niedersachsen.de)

Darüber hinaus soll die Landesverwaltung bereits bis 2035 klimaneutral arbeiten und damit eine Vorbildfunktion übernehmen. (klimaschutz-niedersachsen.de)

Maßnahmenprogramme für Klimaschutz

Zur Umsetzung der Klimaziele hat Niedersachsen umfangreiche Maßnahmenprogramme beschlossen. Diese Programme umfassen unter anderem:

  • Ausbau erneuerbarer Energien

  • energetische Gebäudesanierung

  • Förderung klimafreundlicher Mobilität

  • Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel

Für diese Programme wurde ein Finanzvolumen von über 1 Milliarde Euro bereitgestellt. (klimaschutz-niedersachsen.de)

Zusätzlich müssen neue Gesetze und Verordnungen künftig darauf geprüft werden, ob sie mit den Klimazielen vereinbar sind. (klimaschutz-niedersachsen.de)

Rolle der Kommunen

Das Klimagesetz weist auch Kommunen und Landkreisen wichtige Aufgaben zu. Sie müssen unter anderem:

  • Klimaschutzkonzepte erstellen

  • Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen planen

  • Fördermöglichkeiten für Klimaschutzmaßnahmen nutzen

  • Klimaschutzmanagement einführen

Die Erstellung der Klimaschutzkonzepte ist für Landkreise und größere Städte verpflichtend und muss bis Ende 2025 erfolgen. (klimaschutz-niedersachsen.de)

Um diese Aufgaben zu unterstützen, stellt das Land finanzielle Mittel für Personalstellen im Klimaschutzmanagement bereit. (klimaschutz-niedersachsen.de)

Ausbau erneuerbarer Energien

Ein wichtiger Bestandteil des Gesetzes ist der Ausbau erneuerbarer Energien. Dazu gehören konkrete Flächenziele:

  • 2,2 % der Landesfläche für Windenergie bis 2026

  • 0,5 % der Landesfläche für Freiflächen-Photovoltaik bis 2033 (klimaschutz-niedersachsen.de)

Diese Ziele sollen dazu beitragen, die Energieversorgung stärker auf erneuerbare Energien umzustellen.

Anpassung an den Klimawandel

Neben der Reduktion von Emissionen berücksichtigt das Gesetz auch Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Dazu gehört eine landesweite Strategie, die regelmäßig aktualisiert wird und Maßnahmen für verschiedene Bereiche wie Landwirtschaft, Infrastruktur oder Wasserwirtschaft enthält. (umwelt.niedersachsen.de)

Fazit

Das Niedersächsische Klimagesetz bildet den rechtlichen Rahmen für den Klimaschutz im Bundesland. Es definiert klare Ziele, konkrete Maßnahmen und verbindliche Aufgaben für Land und Kommunen.

Die wichtigsten Punkte sind:

  • Klimaneutralität Niedersachsens bis 2040

  • deutliche Emissionsreduktion bis 2030 und 2035

  • verbindliche Klimaschutzaufgaben für Kommunen

  • umfangreiche Förderprogramme und Maßnahmen

  • Ausbau erneuerbarer Energien

  • Strategien zur Anpassung an den Klimawandel

Damit gehört Niedersachsen zu den Bundesländern mit ambitionierten Klimaschutzzielen und klaren gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Klimaziele im Überblick – EU, Deutschland und Niedersachsen