Janitza vs. Siemens Energiemanagement – was ist die bessere Lösung?
Vergleich von Janitza GridVis und Siemens Simatic Energy Manager in der Praxis
Einleitung
Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem einführen oder modernisieren möchten, stehen häufig vor der Frage:
Soll die Software vom Zählerhersteller genutzt werden – oder eine übergeordnete Systemlösung wie Siemens?
Besonders häufig fällt diese Entscheidung im Kontext von Messtechnik von Janitza electronics GmbH und einer bestehenden oder geplanten Infrastruktur von Siemens AG.
Dieser Artikel zeigt keine theoretische Bewertung, sondern die Unterschiede aus der Praxis – inklusive typischer Einsatzszenarien.
Grundlegender Unterschied
Janitza GridVis
Fokus: Messdatenanalyse & Power Quality
Optimal abgestimmt auf Janitza-Hardware
Stark in:
Detailanalyse
Netzqualität
Visualisierung von Messwerten
👉 Kurz gesagt:
Das richtige Tool für „verstehen, was im Netz passiert“
Siemens Simatic Energy Manager
Fokus: unternehmensweites Energiemanagement
Teil der Siemens-Automatisierungswelt
Stark in:
Integration in Produktion
Skalierung (Standorte, Werke)
Reporting & ISO 50001
👉 Kurz gesagt:
Das richtige System für „Energie im Unternehmen steuern“
Funktionsvergleich (praxisnah)
Messdaten & Analyse
Janitza GridVis:
sehr detaillierte Analyse
Power Quality (Oberschwingungen, Flicker etc.)
ideal für Elektrotechnik & Netzqualität
Siemens Simatic Energy Manager:
Fokus auf aggregierte Daten
weniger tief in der PQ-Analyse
👉 Fazit:
GridVis ist technisch tiefer, Siemens strategisch breiter
Integration in Produktion
GridVis:
begrenzte Integration in MES / SCADA
Siemens:
direkte Integration in:
Automatisierung
Produktionssysteme
SCADA (z. B. WinCC)
👉 Vorteil klar bei Siemens
Reporting & Management
GridVis:
technisch orientierte Auswertung
Siemens:
Management-Reports
KPI-Systeme
ISO 50001 Unterstützung
👉 Siemens ist hier deutlich stärker
Skalierung & IT
GridVis:
oft lokal / projektbezogen
Siemens:
zentrale Plattform
mehrere Standorte
IT-konforme Architektur
Systemintegration
👉 Der entscheidende Punkt in der Praxis:
GridVis:
optimal im eigenen Ökosystem
Siemens:
stärker in heterogenen Systemlandschaften
Der häufigste Praxisfall
Viele Unternehmen stehen vor genau dieser Situation:
bestehende Janitza-Zähler
Entscheidung für Siemens als strategische Plattform
👉 Ergebnis:
Die Systeme müssen kombiniert werden
Genau hier entstehen typische Herausforderungen:
Modbus-Anbindung
OPC-Integration
Datenmapping
Funktionsunterschiede
Wann ist welche Lösung sinnvoll?
Janitza GridVis ist die bessere Wahl, wenn:
Fokus auf Netzqualität & Analyse liegt
Janitza-Hardware zentral ist
keine komplexe IT-Integration nötig ist
Siemens Simatic Energy Manager ist die bessere Wahl, wenn:
Energiemanagement unternehmensweit gedacht wird
Integration in Produktion wichtig ist
Reporting & ISO 50001 im Fokus stehen
bereits Siemens-Systeme im Einsatz sind
Kombination beider Systeme (Realität!)
In vielen Projekten zeigt sich:
Die beste Lösung ist nicht „entweder oder“, sondern „beides richtig integriert“
Beispiel:
GridVis → Detailanalyse
Siemens → Management & Integration
Praxisbeispiel
Ein typischer Fall aus der Industrie:
über 50 Janitza-Zähler im Einsatz
bestehendes Energiemanagementsystem abgekündigt
strategische Entscheidung für Siemens
👉 Umsetzung:
Integration der Zähler über Modbus
Einsatz von OPC (z. B. Softing OPC DataFeed)
Migration in den Siemens Simatic Energy Manager
Anpassung der Datenbank
Erweiterung um Umweltkennzahlen
→ Ergebnis:
funktionierende, integrierte Lösung trotz Systembruch
Fazit
Die Frage ist nicht:
„Welche Lösung ist besser?“
Sondern:
„Welche Lösung passt zur Systemlandschaft und Zielsetzung?“
Kurz zusammengefasst:
GridVis → technische Tiefe
Siemens → Integration & Skalierung
Kombination → oft die beste Lösung
Sie stehen vor der Entscheidung zwischen Janitza und Siemens – oder müssen bestehende Systeme integrieren?
Ich unterstütze Sie bei:
Bewertung der richtigen Architektur
Integration bestehender Messtechnik
Aufbau eines zukunftssicheren Energiemanagements